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Innenminister versteht Internet nicht

In der Terroristen-Affäre um den „Ballack-Bomber“ (der mutmaßliche Bombenleger hatte ein Nationalmannschaftstrikot mit der Nummer 13 getragen) hat sich Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) für eine stärkere Kontrolle des Internets ausgesprochen.

Der Innenminister stellt dazu fest:

„Dafür brauchen wir mehr Experten mit entsprechenden Sprachkenntnissen“, sagte Schäuble der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut Vorabbericht. Schäuble hat offenbar vor allem Webseiten im Visier, auf denen Extremisten Anleitungen zum Bombenbau austauschen und auf Hetzpropaganda zugreifen können. Spiegel Online

Okay, ich versuche das jetzt mal gaaanz langsam zu erklären: Das „Internet“ ist ein _inter_nationales _Net_z. Computer – auf denen solche Daten zu finden sind – können also so ziemlich überall auf der Welt stehen. Auch in den USA, in Kanada, im Iran, in Saudi-Arabien und auch im Irak sind sicherlich noch drei übrig geblieben.

Und nun das Problem: Selbst wenn ihre, bis dahin endlich fremdsprachlich ausgebildeten, Geheimdienstler eine Seite finden, die den o.g. Kriterien entspricht, können Sie nur da sitzen und Däumchen drehen. Denn bis die eine Seite dann von der entsprechenden Exekutiven im jeweiligen Land gesperrt wurde (falls überhaupt ein Interesse vorliegt) hat sich die Information bereits über die Ländergrenzen hinweg vervielfältigt.

Wichtiger finde ich da die Frage nach Videoüberwachung an Bahnhöfen. Die muss besser Ausgebaut werden. Es kann doch nicht sein, dass die Videostandbilder vom kölner Bahnhof (nach zweiwöchiger Optimierung) aussehen wie eine billig produzierte Fernsehserie Anfang der 80er!

Die vorhandenen Kameras müssen einfach verbessert werden.

Ach ja: Weder mehr Kameras noch eine stärkere Überwachung der Bürger kann Terrorismus vorbeugen. Im Gegenteil: Das einzige Mittel gegen Terror ist eine offene, vielfältige Gesellschaft mit Freiheiten. Es ist nicht sinnvoll die Freiheit zu opfern um „sicher“ zu sein. Dann haben die Terroristen gewonnen.

Beispielsweise musste eine Frau, bevor sie ins Flugzeug steigen konnte, ihr T-Shirt ausziehen, weil arabische Buchstaben darauf zu sehen waren. Die Nachricht: „We will not be silent.“ – Wir werden nicht still sein. (via: Airbag Industries)

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