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Unpopulär

Es kann sein, dass ich mit diesem Post viele, viele Menschen gegen mich aufbringen könnte. Ich entschuldige mich im Voraus für meine radikalen Ansichten.

Es geht um sogenannte »Alcopops«, was nichts anderes sind als ca. 12 Gramm reiner Alkohol. Das entspricht 2 Schnäpsen. Wie viele von uns nun wissen gibt es seit dem 01.08.04 eine Sondersteuer von ca. 83 Cent pro Flasche »Alcopop«.

Folge sollte eine Erschwerung des Erwerbs der ohnehin erst ab 18 erhältlichen Alkopops für Jugendliche. Eigentlich ein lobenswertes Vorhaben. Problem dabei: Diese Sondersteuer gilt nicht für Wein-Mixgetränke. Diese sind auch ab 16 für Jugendliche frei erhältlich – Die Alcopop-Hersteller stellen ihre Produktion um, müssen keine Sondersteuerzahlen und es erschließt sich eine neue, kaufwillige Käuferschicht. und das legal!

Hallo? So werden wir dem deutschen Dauer-Delirium nicht Herr. Meine Forderungen sind deshalb (und das hört sich absichtlich politisch an): Alkohol mit hohen Sondersteuern belegen (Aufschrei von Konsumenten und der Industrie/ Verbände) und Verkauf nur noch in gesonderten Räumen mit Altersprüfung, in die man auch die Tabakwaren (Aufschrei der Zeitschriftenhändler) verbannen sollte. Verkauf von alkoholischen Getränken (ich konzentriere mich jetzt wieder hierrauf) im weitesten Sinne nur noch an Volljährige. Hohe Strafen für die Abgabe von Alkohol an Jugendliche, vor allem von Eltern (Jipee, die einzige Gruppe, die bisher noch einigermaßen hinter mir stand – sofern sie nicht einer der o. g. Gruppen angehören – hat sich gerade von mir verabschiedet).

Natürlich wäre solch eine Radikal-Reform richtig, aber nicht durchführbar, da in Deutschland einfach zuviel Lobbyarbeit gemacht wird (Zugegeben: Nicht annähernd so viel wie in den US of A, aber es lähmt zunehmend unser politisches System).

Dank an Manuel Carrara und die Bundesregierung für die Inspiration bzw. das Thema.

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