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Wii: Phoenix aus der Asche

Zuerst einmal: Gut geklaut ist halb gewinnen und so finden sich in der Wii-Verpackung allerhand Anleihen aus der Apple-Welt, wodurch die Auspackzeremonie bereits alles je da gewesene in der Konsolenwelt übersteigt.

Wobei das Wii die erste Konsole ist, die ich mir gleich zur Markteinführung gekauft habe. Der Anschluss ist – wie es sich für Konsolen gehört – sehr, sehr Einfach. Die Buchsen sind klar beschriftet und haben ihre eigene Form. Da kann nichts schief gehen.

Kleine Piktogramme weisen den Weg und nach ein paar Minuten blinkt auch der DVD-Schlitz blau und zeigt an, dass die Konsole, die ungefähr die Größe und Form eines CD-Rom-Laufwerkes aufweist, das erste Mal gestartet wurde. Nach ein paar Konfigurationsschritten ist die Konsole einsatzbereit. Natürlich werden diese bereits per Wiimote vorgenommen. Das geht so intuitiv, das man glaubt zu zaubern.

Alles sitzt am rechten Fleck, ein Mii (Quasi ein stilisierter Avatar) ist schnell erstellt und dann geht’s auch schon an WiiSports, dem Spiel, das der Konsole beiliegt. Und was soll ich sagen: Tennis, Bowling, Baseball, Golf und Boxen sind wirklich hervorragend umgesetzt, wenn auch in einer Art Antigrafik, die manchmal grauslich ist.

Doch der Spielspaß steht im Vordergrund und spätestens nach dem ersten Ass, dem ersten Strike, dem ersten Homerun oder dem ersten KO steht fest: Die Wii ist die beste Konsole von Nintendo seit dem SNES. Innovativ und mit sehr viel Stil. Dazu ein unheimlich geiles Bedienkonzept.

Und die Verarbeitungsqualität hat sich massiv verbessert. Am Gamecube sind mir an meinen Orginalcontrollern scharfe Kanten aufgefallen, die das Spielen nicht gerade vereinfachten, im Wii-Zeitalter ist das überhaupt nicht mehr der Fall. Alles im grünen Bereich, exzellente Arbeit.

Und die Konsole ist abwärtskompatibel. Ich brauche meine Gamecubespiele nicht in die Ecke stellen oder die alte Konsole heraus kramen, wenn ich Lust auf eine Partie Mario Cart Double Dash oder auf eine Partie Fifa 2004 habe. Gamecube-Mini-DVD einlegen, Gamecube-Pads einlegen und losdaddeln. So stelle ich mir eine Next-Generation-Konsole vor.

Zu den Onlinefähigkeiten der Wii kann ich dank 56k-Modem hier noch nichts sagen.

Ich gebe hiermit eine unbedingte Kaufempfehlung für das Gerät ab.

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