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Befindlichkeitsupdate

Zuersteinmal: Es geht mir gut.

Die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben hier ist weitestgehend geglückt, ich knüpfe – für meine Verhältnisse – sogar ziemlich viele Kontakte und kann auch ansonsten zuversichtlich sein.

Die Uni ist schwer und zeitaufwändig. Meistens schwerer und zeitaufwändiger als man sich das selbst eingestehen will. So kommt es durchaus vor, dass man – wie heute – denkt, dass man die Aufgaben fertig bekommt, aber dann doch resigniert und fürs nächste mal Besserung (und Arbeit am Wochenende) gelobt.

Aber ich möchte mich nicht zu sehr beschweren, es läuft ja ganz gut. Wenn das Studium keine Anforderungen an meine Disziplin stellen würde wäre ich hier fehl am Platz. Also keine Nängereien.

Das ist bei guten bis sehr guten Werten im Programmieren und auch in Mathe auch garnicht nötig. In TGS (also „Technische Grundlagen und Systemsoftware“) habe ich allerdings noch das ein oder andere Verständnisproblem. Hier sollte es aber helfen Tutorien aufzusuchen. Medientechnologie ist wirklich viel. Aber auf meinen ersten Hausaufgabenvortrag habe ich auch 100 Punkte bekommen. Das Umrechnen zwischen RGB, CMY, CMYK und YCrCb schockte mich aber sowieso nicht so wirklich.

Aber jetzt gehts um Musik. Also genauer gesagt um Audiodaten. Und das ist ein Thema mit dem ich mich so gar nicht anfreunden kann. Wenn es um Bilder geht kann ich aber sicherlich wieder punkten. (Das schulische System schränkt mich zwar ziemlich ein, dafür bleibe ich aber eher am Ball als ich das sonst gemacht hätte – es hat alles seine Vor- und Nachteile.)

Mittlerweile habe ich auch das mit dem Kochen im Griff. Wo es zu Anfang nur Pasta oder Reis und Tomatensoße gab mischt sich jetzt immer auch mal das eine oder andere andere Gericht hinein. Letztens habe ich mir sogar „Gebreedelde unn Worschtsalad“ (Bratkartoffeln und Wurstsalat) gemacht – und es hat geschmeckt!

Im Übrigen werde ich in letzter Zeit vermehrt gelobt, ich weiß aber auch nicht woran das liegt. Das geht so mit so banalen Dingen wie „Wenn er kocht, dann sieht das immer so lecker aus.“ über „Du bist so intelligent.“ zu „Eric ist ein toller Mann.“ — Auch wenn ich da nie widersprechen würde fällt es mir in letzter Zeit gehäuft auf.

Nächste Woche, am 24., werde ich 23. Verdammt alt. Aber wahrscheinlich auch verdammt zufrieden.

Das letzte Jahr war eines der Besten, wenn nicht das Beste, das mir bisher untergekommen ist. Da war der Zivildienst, eine Sache, die unheimlich Spaß gemacht hat und mich geprägt hat. Da war die Fahrt in die Schweiz nach Zofingen um mir Snooker vom Feinsten anzuschauen. Da war die Entscheidung nach Wien zu ziehen mit allen Konsequenzen. Und dann sind da noch meine Webseiten, die mir einiges an Arbeit abverlangen, sich aber mittlerweile sehr lohnen. Und die Arbeit mit und an den Webkrauts. Die Webmontage, die auch im November Geburtstag haben und die Webworker näher zusammengebracht hat.

Nicht unerwähnt bleiben sollen meine Freunde. Sie sind wahrscheinlich sowieso die einzigen, die den Artikel bis hier her lesen. Danke euch für die schönen Stunden. Vor allem für’s nächtliche GameCube-FIFA-Zocken.

Hach, tolle Eindrücke. Aber bevor es jetzt allzu sentimental wird, das ist ja schon ein vorgezogener Jahresrückblick, möchte ich auch aufhören und euch in euren wohlverdienten Tag entlassen.

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