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Ausgezwitschert?

Bis vorgestern habe ich exzessiv getwittert. Im Moment mache ich einen Sabbat, der unbestimmte Zeit dauern wird. Da es Nachfragen gibt, weshalb ich diesen Schritt getan habe, möchte ich hier meine Gründe darlegen: Zuerst: Twitter ist cool und nützlich. Twitter hilft mit vielen coolen Leuten in Kontakt zu stehen, Meinungen auszutauschen und sorgt generell dafür andere Menschen aus dem Netz besser kennen zu lernen und wirklich am Ball zu bleiben. Bestes Beispiel sind Barcamp-Anmeldungen. Über Twitter verbreiteten sie sich solche Nachrichten unheimlich schnell. Was mich aber zuletzt an Twitter nervte ist das vermehrte, ständige Rauschen. Unnötige informationslose, teilweise exzessive, Selbstgespräche und jeden Tag die gleichen Grabenkämpfe: Windows gegen MacOS, Microsoft gegen Apple und iPhone gegen [beliebiges Handymodell einsetzen]. Für mich ist das belanglos. Ja, es ist in Ordnung, wenn jemand über das iPhone schreibt und es ist auch okay, wenn jemand über sein N95 schreibt. Es muss jedoch nicht jedem iPhone-Tweet ein Aber-mein-N95-ist-doch-eh-viel-besser-Tweet folgen. Immer und immer wieder das selbe zu lesen, das hat mir Twitter zuletzt vermiest. Manche lassen ihre Feeds nach Twitter importieren. Wofür hab ich denn einen Feedreader? Wenn mich die Person interessiert, dann muss mich ihr Blog nicht interessieren. Und wenn es mich interessiert, dann abonniere ich es. Eventuell hätte ich am Anfang besser selektieren müssen, nicht jedem folgen, der etwas interessant klingt und eventuell mal was von interesse twittern könnte. Aber ich habe beileibe keine Lust – jedenfalls im Moment – 237 Kontakte durchzugehen und dort auszumisten. Vielleicht werde ich das mal machen, aber nicht in nächster Zeit. So lange genieße ich meine „ungestörten“ Tage… (PS: Übrigens hat mich Twitter auch ein wenig vom Bloggen abgehalten, ihr werdet das also vermutlich bald zu schätzen wissen.)

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