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»Das unglückliche Genie« - Artikel über R. O’Sullivan im Spiegel

O’ Sullivan ist locker. Im Sekundentakt locht er die Kugeln ein. Doch bevor er den entscheidenden Ball ins Visier nimmt, hält er kurz inne. Er drückt mit dem Daumen das linke Nasenloch zu und rotzt durch das rechte auf den blauen Teppichboden.
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In diese [vorbildliche] Welt passt O’Sullivan wie eine E-Gitarre ins Kammerorchester. Der Mann ist ein Rüpel, ihm gehören sechs Sex-Shops, er ist bekennender Alkoholiker, süchtig nach Mariuhana und leidet an Depressionen.
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„Ich hatte keine Disziplin, keine Kontrolle, ich konnte nicht Nein sagen“, erzählt Ronnie O’Sullivan. „Ich brauchte schlechte Menschen um mich – gute Menschen haben mir Angst gemacht.“
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Die Tische werden extra beheitzt [...].
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Snookerprofis Spielen mit zweiteiligen Queues aus Ahorn oder Esche.
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Von den zehn besten Profis der Welt haben erst vier so ein „maximum break“ in einem Match zustande gebracht. Ronnie O’Sullivan gelang das Kunststück zum ersten Mal mit 15, und bei der WM 1997 benötigte er gerade mal 320 Sekunden.
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Irgendwann brauchte er schon morgens einen Joint, um überhaupt funktionieren zu können. „Ich war glücklich, wenn ich mich miserabel gefühlt habe“, sagt O’Rullivan. „Dann hatte ich einen Grund mich zuzudröhnen.“ Der Spiegel, Seite 224, Ausgabe 43/2004 von 18.Oktober 2004

Also ich bin mir unsicher, wie ich diesen Bericht einordnen soll. Zum einen habe ich noch nie etwas davon gehört, dass O’Sullivan Drogen nimmt, geschweige denn, dass er Alkoholiker ist. Das würde dem Spiel O’Sullivans und auch seinem Streben nach Perfektion nicht helfen.

Das Tische nicht beheizt werden erklärt Rolf Kalb in so ziemlich jeder Sendung, der Spiegel erzählt’s trotzdem. Auh sind die Queues in der Regel nicht zweiteilig. Außer bei Steve Davis bin ich mir eigentlich ziemlich Sicher, dass niemand mit einem zweigeteilten Queue spielt.

Ach: Sex-Shops? Wusste ich ja garnicht. Rolf Kalb sagte immer was von Lingerie und dass das Geschäft seiner Frau gehört… Naja, wie auch immer.

Danke an Michael M. (schon wieder) für das E-Mailen des Artikels.

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